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Zukunft Stadtentwicklung – Neuer Wohnraum für das Gensinger Viertel

Das Interview mit Frank Hempel, Projektleiter des Bauvorhabens von NCC, nördlich der Gensinger Straße 103, rundet die Gesprächsreihe über das Gensinger Viertel ab. Frank Hempel sieht in den neuen Wohnungsbau-Projekten eine Stärkung des Quartiers, wodurch sich zukünftig mehr Einzelhandel in diesem Quartier ansiedeln könnte.

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Die Brachfläche nördlich der Gensinger Straße 103, hier entstehen 223 neue Wohneinheiten, © Lorenz Krauth, Jan. 2016

LK: Herr Hempel, gab es bereits Investitionen im Bereich der Stadtentwicklung?

FH: Mitte der 90er Jahre wurde das Viertel mit Mietwohnungen durch die Berlinovo bebaut. Weitere Investitionen in den vergangenen zehn Jahren sind mir nicht bekannt.

LK: Gibt es derzeit oder in absehbarer Zukunft Planungen zur Entwicklung des Quartiers?

FH: Die gibt es, NCC plant 223 Mietwohnungseinheiten zu errichten und hat mit vorbereitenden Maßnahmen begonnen.  Durch einen anderen Investor werden Eigentumswohnungen entlang der B1 errichtet.

LK: Gibt es im Gensinger Viertel Nutzungen über Wohnen hinaus? Und messen Sie einer der vorhandenen Nutzungen besondere Bedeutung bei?

FH: Ja die gibt es, wenn auch in geringem Umfang. Besondere Bedeutung kommt dem Lebensmittelhandel als Nahversorger zu. Dies ist gegenwärtig nicht gegeben, könnte sich aber zukünftig durch eine weitere geplante Wohnbebauung für Anbieter lohnen.

LK: Wie bewerten Sie die Abgrenzung des Gebiets durch die Bahntrassen, die B1 und den Friedhof?

FH: Die Eingrenzung des Gebiets durch die B1 und die Bahntrasse sind zum einen von Nachteil weil von beidem Lärmemissionen ausgehen. Jedoch können diese bei zukünftigen baulichen Maßnahmen berücksichtigt und durch Lärmschutzmaßnahmen beherrscht werden. Andererseits bietet die B1 eine schnelle Anbindung für den Individualverkehr in die City. Ebenso der nahe S-Bahnhof.

LK: Welche Nutzung wäre sonst noch sinnvoll? Gibt es ein spezielles Defizit?

FH: Möglichkeiten sich sportlich zu betätigen wären wünschenswert.

LK: Welche Ziele werden mit Investitionen oder sozialem Engagement verfolgt?

FH: Investitionen dienen der Verwertung der Grundstücke und bieten dringend nachgefragten Wohnraum.

LK: Stellt das Erreichen dieser Ziele eine Bereicherung für das Quartier da?

FH: Ja, durch die neue Wohnbebauung steigt die Zahl der Einwohner im Quartier. Dadurch wird der Einzelhandel belebt und zum Teil überhaupt erst lohnenswert.

LK: Was ist ihr persönlicher Wunsch für das Gebiet? 

FH: Eine positive Entwicklung zu einem lebendigen Quartier wäre wünschenswert, in dem es eine gesunde Mischung aus Wohnen, Einzelhandel, sozialen und kulturellen Einrichtungen gibt.

Die Korrespondenz fand im Januar 2016 über E-Mail-Kontakt statt.

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