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Umnutzung des Flusshafens Bassin d’Austerlitz in Strasbourg zum vielfältigen Stadtquartier

27. January 2011
von Johannes Rentsch zum Thema Konversion, Hafenareale, Strasbourg, Obere Stadtspree, Öffentlicher Raum
Der ehemaligen Seegmüller Speicher wurde zur Grande Bibliothèque

Das Bassin d’Austerlitz ist ein ehemaliges Hafenareal am Rhein im französischen Strasbourg, das schon Angèle Launay in ihrem Beitrag "Pantin, ein Vorort im Nord-Osten von Paris am Canal de l’ Ourqc" erwähnt hat, und ich während eines Stadtbesuchs 2009 angeschaut habe. Hier an einem Seitenarm des Flusses, der in die Stadt bis nahe ans Zentrum hineinragt, standen bis vor wenigen Jahren große Getreidesilos und Speichergebäude. Nach der Schließung des Hafens lagen die Flächen und Gebäude brach. Das Areal bildet einen Korridor zwischen Innenstadt und Rhein, wo 2004 die neue, symbolträchtige Fußgängerbrücke „Passerelle des deux Rives“ eröffnet wurde, welche seither die deutsche Stadt Kehl mit Strasbourg verbindet. An beiden Uferseiten fand damals auch eine binationale Landesgartenschau statt, deren Anlagen heute eine weitläufige Parklandschaft bilden und beide Städte näher zusammen sowie an den Fluss gerückt haben. Das Bassin d’ Austerlitz ist hier ein Idealer Trittstein um die Anbindung des Strasbourger Zentrums an den Rhein zu vollenden. Um dieses Potential zu nutzen und das Areal wiederzubeleben, wurde nun damit begonnen das Hafenbecken und die angrenzenden Flächen umzugestalten sowie neue Nutzungen unterzubringen. Anstatt, wie häufig bei solchen Projekten, sind nicht nur Bürokomplexe entstanden, sondern ein ausgewogen gemischt genutztes Quartier.

Für ein neues Verständnis von Stadtentwicklung

27. January 2011
von Cécile Oberkampf de Dabrun zum Thema Obere Stadtspree, Mediaspree, Video, Berlin

Man kann alles schaffen!

Stadtentwicklung ist ein komplexer Prozess: aufgrund zeitlicher und finanzieller Vorgaben und der großen Anzahl von Akteuren ergeben sich unweigerlich vielfältige Probleme. Dabei sehen sich die Stadtentwicklungsbehörden oft zwischen den Interessen der Investoren, die das Geld mitbringen, und der Bewohner, die dort leben oder das Gebiet nutzen, zerrieben. So beruht das Gelingen eines städtebaulichen Projektes auf der erfolgreichen Abwägung der Interessenlagen. Ohne Einbezug der Bevölkerung kann es zu keiner nachhaltigen Planung kommen, doch ohne Investoren kann Stadtentwicklung oft nicht finanziert werden.

Es gibt keine einfache Lösung, keine wunderbare Strategie. Diese Planungsprozesse benötigen Zeit und bedürfen insbesondere einer guten Organisation. Denn die Zusammenarbeit der Akteure und das Informieren aller Interessierten während des gesamten Zeitraums ist ein zentraler Punkt.

Pantin, ein Vorort im Nord-Osten von Paris am Canal de l’Ourqc

07. January 2011
von Angèle Launay zum Thema Paris, Berlin, Obere Stadtspree, Hafenareale, Strasbourg
Berlin, Straulauer Allee, Oktober 2010 und Pantin, Oktober 2009

Auf dem Weg vom Herzen von Paris bis nach Pantin finden sich ähnliche städtische Besonderheiten wie in dem Gebiet der Oberen Stadtspree in Berlin. Beispielsweise es kommt zu Überschneidungen vergleichbarer Wegesysteme: Schienen (S-Bahn), Straßen und Schifffahrtswege.

Aus Zeiten intensiver industrieller Nutzung stammend, bilden der Canal Saint-Martin und der Canal de l’ Ourqc seit vielen Jahrzehnten wichtige Transportwege in Paris; und verbinden die Stadtmitte und mit den östlichen Vororten. Dieses Prinzip lässt sich auch in anderen Städten beobachten. In Berlin mit der Spree, in Nantes mit der Loire und auch in Strasbourg mit dem Canal de la Marne au Rhin.

Baden an der "Kot" d’azur

07. January 2011
von Marcus Jeutner zum Thema Berlin, Obere Stadtspree, Kulturelles Erbe
Badeschiff Berlin für den Winterbetrieb umfunktioniert zur Sauna
© http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Berlin-alt-treptow_badeschiff_20060128_096.jpg&filetimestamp=20060506000717

Es ist Sommer. Die Sonne scheint. Eine leichte Brise macht die Hitze erträglich. In den Hängematten und unter Sonnensegeln dösen sonst gestresste Großstädter vor sich hin. Im Sand des Strandes spielt eine Gruppe junger Männer Frisbee. Beobachtet werden sie dabei von einer Gruppe spanischer Touristinnen, welche sich an der Beachbar positioniert haben und exotische Cocktails zu sich nehmen. Im Schatten der Bar sitzt ein Mann Mitte Dreißig, sein MacBook auf den Knien. Die entspannte Reggae-Beats, die sich von irgendwo her über den Strand legen verstärken die hier vorherrschende relaxte Urlaubsstimmung.

Ecocities

07. January 2011
von Cécile Oberkampf de Dabrun zum Thema London, Obere Stadtspree
© <a href="http://www.archdaily.com/71810/ecocities-graphic-interventions-for-a-greener-future" target="_blank">Andy Spain, Arch Daily</a>

Ich möchte die Frage in den Raum stellen, wie Architekten und Urban Designer sich den Planungen für ein so großes Gebiet wie das der Oberen Stadtspree in Berlin nähern können. Was ist unsere Rolle bei der Gestaltung eines neuen Stadtteils? Bedeutet es, ungünstige Kompromisse einzugehen, die sich aus der Diskussion mit den unterschiedlichen Akteuren des Projekts ergeben? Oder sollten wir nicht damit beginnen, einem kühnen Denkansatz Raum zu geben?


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