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U-Lab Newsletter 01/2011

Debüt des Urban Research and Design Laboratory

Das zum Wintersemester 2010/11 initiierte Studienreformprojekt Planungslabor, Urban Research and Design Laboratory wünscht ein frohes Neues Jahr und lädt ein, mehr über das Projekt und seine Aktivitäten zu erfahren.

Tischdiskussion

Konkrete Projektaufgabe für das Debüt-Semester ist die Obere Stadtspree in Berlin. Mit diesem ersten Untersuchungsgebiet bringt das Urban Research and Design Laboratory – kurz U-Lab – nicht nur ein neues Studienseminar, sondern ein neues Studienformat ein, um den Dialog zwischen Hochschulen, Städten und Kommunen sowie Partnern aus der Planungspraxis zu intensivieren. Dabei wird das Projekt von mehreren planungsbeteiligten Akteuren mitgetragen: Der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung I „Stadt- und Freiraumplanung“ und Abteilung II „Städtebau und Projekte“, dem Planungsbüro Herwarth + Holz, LURI.watersystems.GmbH und dem Deutschen Architektur Zentrum.

Die Planungshistorie des Gebiets, das als ehemaliges Prestigeprojekt der Planungsorganisation Mediaspree bekannt wurde, ist bestimmt durch den Volksentscheid von 2009. Dieser hat eine Entscheidung für ein öffentliches Spreeufer bewirkt, das die bestehende Gebietsplanung obsolet gemacht hat. Neue Aufgaben, so sind sich die Planungsbeteiligten einig, bestehen nun darin, Potentiale dieses innerstädtischen Flussgebiets auf seine räumliche und gesellschaftliche, aber auch ökonomische und ökologische Konfiguration zu erfassen und für die Stadtentwicklung zu evaluieren. Projektphilosophie des U-Lab ist daher ein interdisziplinärer Ansatz, der die Interessen unterschiedlicher Akteure berücksichtigt. Städtebauliche und architektonische Ansätze sollen Bezug zum Wasserraum nehmen und die Aspekte einer zeitlichen Planung des Gebiets, welche auch temporäre Lösungen berücksichtigt, integrieren.

Learning Dialogs: Blicke auf die Obere Stadtspree, Berlin

In integrativen Veranstaltungen mit Vorträgen und Diskussion, sogenannten Learning Dialogs, startete die Arbeit des U-Lab zu Semesterbeginn mit Planungsbeteiligten, Akteuren und Studierenden. Eine Workshop-Woche, die zahlreiche Studierende aus den Planungsdisziplinen (Architektur, Urban Design, Urban Management, Stadt- und Regionalplanung) sowie Lehrende und internationale Gastwissenschaftler zusammenbrachte, bildete den Auftakt zu einer Reihe von kooperativen Veranstaltungen in diesem Semester.

Teilnehmer der Auftaktveranstaltung „Blicke auf die Obere Stadtspree, Berlin“:

  • Herr Herwarth v. Bittenfeld, Planungsbüro Herwarth + Holz
  • Herr Nagel, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung I – Stadt- und Freiraumplanung
  • Herr Sgouros, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abteilung II – Städtebau und Projekte
  • Frau Luther, Stadtplanerin
  • Herr Dohnke, Theoretische Empirische & Angewandte Stadtforschung (TEAS), FU Berlin
  • Frau Prof. Dr. Greene, PUC-Chile
  • Studierende Urban Design, TU Berlin
  • Studierende Master Architektur, TU Berlin
  • Studierende Master Stadt und Regionalplanung, TU Berlin
  • Studierende Urban Management, TU Berlin
  • Gaststudierende Architektur und Urban Design, PUC Chile
  • Frau Alfaro d’Alençon und Frau Konrad, Urban Research and Design Laboratory, TU Berlin

Weiterführende Arbeitsschritte: Forschung, Entwurf und Web-Kommunikation

Vereinbartes Ziel unter allen Beteiligten der diessemestrigen Aktivitäten ist die Entwicklung einer „Potentialkarte“ als Strategieplan für die Obere Stadtspree zwischen Jannowitz- und Elsenbrücke. Diese wird übergeordnete Aspekte der Quartiersentwicklung als Gesamteinheit ebenso wie Vorschläge zu konkreten Gebietsabschnitten und Gebäuden berücksichtigen. Teilaspekte sind dabei unter anderem die Fokussierung des Wassers als Teilraum und Ressource, die Wasserqualität und -nutzungsmöglichkeiten, das Zusammenspiel privater und öffentlicher Flächenentwicklung unter besonderer Betrachtung der Uferzone, Funktionsmischung und Nutzervielfalt im Gebiet sowie die Möglichkeiten der Partizipation in der Planungs- und Umsetzungsphase.

Über die entwurflichen Leistungen hinaus erfolgen im WS 2010/11 Forschungsarbeiten und die Erstellung einer Forschungsdokumentation zur Oberen Stadtspree. Hier erläutern Planungsbeteiligte den Stand des Diskurses zum Flussgebiet und legen Entwicklungspotentiale der Oberen Stadtspree aus ihrer Sicht dar. Zugleich steht das Aufzeigen von relevanten Referenzbeispielen zur Revitalisierung von innerstädtischen Wasserflächen und Industriebrachen sowie die eigene empirische Forschung, die das Gebiet in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung und eine lokale und globale Agenda analysiert, im Vordergrund.

Als innovative Werkzeuge ergänzen neue Medien die Projektarbeit des U-Lab. Unsere Internetplattform informiert über aktuelle Ereignisse und bietet Hintergrundinformationen zum Projekt. Diesen Monat ist nun auch die öffentliche Diskussionsplattform online gegangen und wir würden uns freuen, wenn Sie uns unter http://ulab.architektur.tu-berlin.de besuchen.

Die Arbeitsergebnisse, der Entwurfs- und Forschungsseminare unseres Debüt-Semesters werden am 17.02.2011 im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung den planungsbeteiligten Akteuren aus Praxis und Hochschule im Geodätenstand der Technischen Universität Berlin präsentiert.

Tischdiskussion


Nächste Veranstaltungen des Urban Research and Design Laboratory:

Abschlussveranstaltung
Strategien für die Obere Stadtspree, Berlin

17.02.2011
14 – 18 Uhr
im Geodätenstand
TU Berlin, Hauptgebäude, im 6. OG
Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Mit eingeladenen Teilnehmern aus der Senatsverwaltung, dem Kultur- und Kunstbereich, der Architektur und Stadtplanung sowie Studierenden der Masterstudiengänge Urban Design und Architektur der TU Berlin.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei und wir würden uns freuen, Sie dort begrüßen zu dürfen!



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